Emotional connection. Without emotional pressure.

Smilents ist eine interaktive, KI-gestützte Fotobox, die junge Menschen auf neue Weise für wohltätige Zwecke sensibilisiert. Ziel war es, Spenden nicht über Schuld oder Mitleid auszulösen, sondern durch emotionale Nähe. Das Projekt entstand als Bachelorarbeit im Studiengang Media und Interaction Design und basiert auf intensiver Recherche sowie persönlichen Erfahrungen aus einem Hilfsprojekt in Ruanda.

Overview

Bachelorarbeit, Hochschule Osnabrück
Zeitraum: 12 Wochen (6 Wochen Research, 6 Wochen Konzeption & Design), 2024
Prüfer: Henrik Arndt(HS Osnabrück), Gion Tummers (demodern)

Award New Talent UX Design Award 2025

Services

Konzept, Design & Umsetzung UX Research & Interviews · Ideation Process · Design Thinking Methods & User Journey Mapping · Interaction Design & Prototyping · AI-Featured Design · Midjourney · UI Design & Visual Identity · Iteratives Testing

Challenge
Junge Zielgruppen zeigen grundsätzlich Spendenbereitschaft, empfinden jedoch oft keine emotionale Bindung zu Hilfsorganisationen. Klassische Spendenmechaniken arbeiten häufig mit negativen Emotionen und erzeugen Distanz oder Abwehr. Die zentrale Herausforderung bestand darin, Empathie und Vertrauen aufzubauen, ohne moralischen Druck oder emotionale Manipulation einzusetzen.

Approach

1. Research und Problemraum verstehen
Ich startete mit einer intensiven Recherche über Fundraising und die Analyse des Spendenverhalten junger Erwachsenen. Parallel flossen persönliche Erfahrungen aus einem Hilfsprojekt in Ruanda ein. Diese Erkenntnisse zeigten, dass junge Menschen auf Augenhöhe angesprochen werden wollen, nicht belehrt oder unter Druck gesetzt.

2. Konzeptentwicklung durch Design Thinking
Durch Design-Thinking-Methoden entwickelte ich verschiedene Lösungsansätze und arbeitete mehrere Ideen aus. Dabei testete ich unterschiedliche Formate, wie junge Menschen emotional abgeholt werden könnten. Letztendlich kristallisierte sich ein Konzept heraus, das auf emotionale Verbindung basiert. User teilen persönliche Glücksmomente und erhalten auf den gewählten Moment im Gegenzug individuelle Lebensgeschichten von Menschen, die von Hilfsprojekten profitieren. Um dieses Erlebnis greifbar und zugänglich zu machen, entschied ich mich für eine physische Installation in Form einer Fotobox. Diese schafft einen geschützten Raum für den emotionalen Austausch und macht die Interaktion zu einem besonderen Moment.


3. KI-gestütztes Storytelling gestalten
Ich konzipierte ein System, das durch KI personalisierte Geschichten generiert. Dabei wollte ich austesten, wie KI für ethisch sinnvolle Zwecke eingesetzt werden kann. Die bewusste Entscheidung für KI war vor allem ethisch motiviert. Ich wollte keine realen Schicksale ins Licht stellen oder einzelne Personen negativ darstellen. Gleichzeitig sollte das Konzept kein White Saviorism unterstützen oder Menschen zu Objekten des Mitleids machen. Stattdessen gewährleistet die KI, dass Menschen geschützt bleiben und nicht diskriminiert werden. Ich fütterte das System mit verschiedenen Beispielgeschichten, die auf realen Erlebnissen (die ich in der Recherchphase erörterte) basieren. Die KI nutzt diese als Basis und generiert ähnliche Narrationen dazu. Auch das Bildmaterial wurde KI-generiert, um die Privatsphäre der Menschen vollständig zu wahren. Wording und Ansprache gestaltete ich durchgehend inklusiv und liebevoll, um auf Augenhöhe zu kommunizieren. So entsteht für jeden User eine individuelle Verbindung zu authentischen Geschichten, ohne dass echte Personen exponiert werden. Die Technologie bleibt dabei im Hintergrund und unterstützt die emotionale Erfahrung.

4. Physisch-digitale Experience definieren
Um das Erlebnis greifbar und zugänglich zu machen, entwickelte ich eine physische Installation in Form einer Fotobox. Diese wurde als Schnittstelle zwischen digitaler Interaktion und analogem Erlebnis gestaltet und schafft einen geschützten Raum für den emotionalen Austausch. Eine bewusst reduzierte, intuitive UI lenkt den Fokus auf emotionale Inhalte. Der gesamte Spendenprozess bleibt transparent und niedrigschwellig, sodass die Interaktion zu einem besonderen Moment wird.

5. Iteratives Testing und Verfeinerung
Durch mehrere Prototyping-Runden testete ich Interaktion, KI, Tonalität und Ablauf. Mittels Custom Bots von ChatGPT, Bildmaterial mit Midjourney und Voice Material von Eleven Labs erstellte ich ein Proof of Concept, um das KI-gestützte Storytelling zu validieren. Dabei stellte ich sicher, dass das Erlebnis authentisch bleibt und User sich weder überfordert noch manipuliert fühlen.

Outcome
Ein ganzheitliches Designkonzept für eine physisch-digitale Experience, die emotionale Nähe schafft, ohne zu überfordern. Smilents übersetzt komplexe ethische Fragestellungen in eine empathische, zeitgemäße Nutzererfahrung und wurde für den New Talent UX Design Award 2025 nominiert.

Konzeptvideo


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Let's collaborate and make great stuff.

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©

2026


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